Roland Jahn und die Quacksalberei

Bevor ich Klage erhob gegen die Regelung der Guten Hirten in Sachsen-Anhalt, wonach die „Aufarbeitung“ nur stattfinden solle aus der Sicht eines Menschen, der bis zum Mauerfall, bis zum 9. November 1989 im Sozialistischen Vaterland der Deutschen Demokratischen Republik verweilt habe …

Bevor ich das tat, hatte ich zunächst darüber ein Vier-Ohren-Gespräch mit Roland Jahn.

Im Prozess selbst musste er mir dann noch mitteilen, dass die BÜNDNIS90/GRÜNE Friedenspfarrerin mir doch auf ihrem Posten „eine wichtige Stimme“ gebe. Außerdem war es ihm ein Bedürfnis, mir etwas über die Notwendigkeit psychosozialer Betreuung durch diverse Beauftragte mitteilen:

Es scheint in seiner Behörde nicht bekannt zu sein, dass die Ausübung der Psychotherapie durch Quacksalber in Deutschland eine Straftat darstellt.


Ein Kollege Mitglied im Beirat der Stasi-Unterlagenbehörde wiederum schreibt mir Jahre später:

„Sie haben recht, dass nach dieser Regel (des Gesetzes in Sachsen-Anhalt) Herr Jahn nicht BStU hätte werden können.

Ich äußere mich nicht zu der Frage, ob dies ein Unglück gewesen wäre.“