DOKTOR (theol.) Martin Kupke

Was mancher heute gar nicht mehr weiß: In der DDR gab es an den marxistischen Universitäten auch Fakultäten (in der DDR: „Sektionen“) der Theologie, ausschließlich der evangelischen Theologie.

Hier mal einer der dort Promovierten:

Martin Kupke war in den Wendezeiten 1989/90 evangelischer Superintendent der Landeskirche Sachsen in Oschatz und noch später Aufarbeiter des „SED-Unrechts“. Er hat zwei Büchlein herausgegeben.

Eines ist über die pöse Stasi in Meißen,

eines ist über die pöse Stasi in Oschatz.

Na gut, in dem letzten Heft geht es mehr um Superintendent Martin Kupke, der 1989 zu Oschatz die Stasi in die Knie gezwungen habe.

In der DDR promovierte DOKTOR Kupke 1977 an der „Sektion Theologie“ einer „Karl-Marx-Universität“ zu Leipzig über …

… na über was wohl ? Natürlich über:

„Der Klassenkampf im religiösen Sozialismus und seine Hintergründe sowie der praktische Kampf des Bundes der religiösen Sozialisten Deutschlands in der Weimarer Republik.“

Tolle Thesen sollen darin stehen:

„Durch das Evangelium zum Sozialismus „

oder

„Durch den Sozialismus zum Evangelium.“

Seine Doktorarbeit werden Sie heute aber an der Uni Leipzig vergeblich suchen. Gefunden habe ich noch eine Veröffentlichung in einer Zeitschrift der Kirchensozialisten aus der Kirche im Sozialismus des Jahres 1987. 

DOKTOR Kupke passt darin sein 10 Jahre zuvor verfasstes Werk dem Zeitgeschmack an. Die ursprüngliche Promotion selbst allerdings …

… tcha, AUFARBEITER sind schon ziemlich ausgefuchst.


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