LINKE Tränen für den Kerkermeister

Heute gedachte die in LINKE umbenannte Sozialistische Einheitspartei zu Thüringen einer ihrer Vordenker. Er heißt Gerhard Riege, hat sich 1992 nach Stasi-Vorwürfen umgebracht und war DER Staatsangehörigkeitsrechtler der DDR.

Das Kapitel „Staatsangehörigkeitsrecht“ im DDR-Lehrbuch Staatsrecht, herausgegeben vom Staatsverlag der DDR, hat ER geschrieben. Das Werk steht auch vollständig im Netz, hier …

Dort schreibt Genosse Riege auf Seite 207:

„Die Auswanderung ist das typische Produkt der Krisenwirtschaft kapitalistischer Staaten, … Die entsprechende Menschenrechtskonvention ermöglicht die Auswanderung … und verweist dabei vor allem auf die Verantwortung für den Schutz der … Gesundheit und Moral… (Art. 12). Diese Kriterien sind für die Deutsche Demokratische Republik maßgebend. Sie kann davon ausgehen, dass die sozialistischen Gesellschaftsverhältnisse den Menschen erstmals beständig soziale Sicherheit, freie und ungehinderte Persönlichkeitsentfaltung gewährleisten.

(Bild oben: Mauerbau am 13. August 1961)

In der Deutschen Demokratischen Republik gibt es keine soziale Basis für ein Grundrecht auf Auswanderung. Die … moralische Verantwortung für jeden Bürger … stellt in Rechnung, dass die Auswanderung in einen imperialistischen Staat bedeutet, Menschen einem System auszuliefern, das sie ausbeutet …. ihre Existenz gefährdet….“


Ach ja, hier mal noch die Genossin Susanne Hennig-Wellsow (Partei- und Fraktionsvorsitzende DIE LINKE zu Thüringen) anläßlich des 27. Jahrestages des Selbstmordes ihres großen Lehrers:

„Der Freitod Gerhard Rieges sollte auch heute noch Mahnung sein, mit politischen und persönlichen Biografien von Menschen nicht selbstherrlich und einseitig umzugehen.

Damals wie heute darf die politische Abrechnung nicht vor einem respektvollen Umgang gestellt werden.“


Hier mal noch die Mauerfetischisten von der JUNGEN WELT …

Und hier auch noch das Thüringer Landes – Käseblatt …

2 Gedanken zu „LINKE Tränen für den Kerkermeister

  1. Bald dürfte es vorbei sein, dass solche DDR-Schönfärber wie Susanne Hennig-Wellsow einer Thüringer Regierungsfraktion vorstehen.

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