Reiner Haseloff und die 22 Ärzte

oder: WAS BEWIRKTE DIE MAUER ?

Wieso konnte nie ein „Republikflüchtiger“ wieder zurückkommen in die DDR, wenn ihm denn der Sprung über das am 13. August 1961 gebaute Ding geglückt war ?

Oder über die DDR-Grenzanlagen mit „Todesstreifen“ und Minenfeld überhaupt ?

Und warum, zum Honecker verlangten die Politiker von der Nationalen Front des antifaschistischen Blocks bis sogar noch 1990 ganze 90.000 Deutsche Mark für

jeden Menschen, den sie außer Landes entließen ?


Also wieder die Frage: Wieso stand die Mauer ?

Und fangen wir wieder von hinten an:

15.000 Medizinstudenten hatte das vereinigte Deutschland noch 1990. Heute, im Januar 2019, sind es 9.700. In Sachsen-Anhalt droht das Desaster. Es gibt keine Landärzte mehr. Und nun hat Ministerpräsident Reiner Haseloff aus der DDR-Block-CDU eine Idee:

22 junge Menschen werden zum Landarztstudium zugelassen. Nicht zusätzlich, sondern abgezogen von den 9.700. Wenn sie anschließend doch nicht Landarzt in Sachsen-Anhalt werden, werden sie mit 250.000 Euro Strafzahlung bestraft. Falls sie also zum Beispiel in die Schweiz abhauen.


Ist ein Problem. Meinte schon 1764

der italienische Rechtsgelehrte Cesare de Becceria.

Zum einen: Wem bei der Wiederkehr in seine Heimat eine Geldstrafe von 250.000 Euro droht oder sonst eine Strafe fürs Abhauen, der wird das Land, in dem ihm so was droht, eher meiden.


Und derzeit dürfte es kein Schweizer Gericht geben, das einen deutschen Arzt dazu verurteilt, 250.000 Euro Weglauf-Strafe an die Regierung von Unionsfreund Haseloff zu zahlen.


Übrigens: Man konnte die Politiker von der Nationalen Front des antifaschistischen Blocks vor 1989 durchaus fragen, wieso sie eigentlich für die Freilassung eines DDR-Bürgers 90.000 Deutsche Mark forderten. Man bekam darauf sogar eine Antwort:

Dass dies alles gut ausgebildete Leute seien und dass so eine Ausbildung nun mal kostet …

Ein Gedanke zu „Reiner Haseloff und die 22 Ärzte

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