Zersetzung,

also das von außen hereingetragene Zerbröseln von Gruppen, also die Richtlinie 1/76 mit dem Distanzeritis-Plan …

verstehen wir am Besten mit einem Beispiel aus dem Jahr 2018: Da ist zum Beispiel eine Stasi-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen,

die hat einen Stiftungsrat, dem sitzt der Frontmann der Berliner LINKEN, Klaus Lederer vor.

Dann arbeiteten im Sommer 2018 in und für die Gedenkstätte noch

  • Hubertus Knabe, der Direktor,
  • Helmuth Frauendorfer, sein Stellvertreter,
  • ein Förderverein um meinen Haftkameraden Jörg Kürschner,
  • Zeitzeugen wie mein Haftkamerad Siegmar Faust.

Und jetzt beginnt das Hallali:


1. Stufe:

Über meinen Haftkameraden Siegmar Faust wird von Markus Decker (mal wieder) zum Hallali geblasen.

Hubertus Knabe läßt ihn fallen und wird dafür vom Lederer sehr gelobt. Dadurch allerdings ist das Ganze nicht mehr ganz. Das „Fallenlassen“ macht übrigens sein Adlatus Helmuth Frauendorfer, der erklärt, warum Siegmar „gar nicht geht“. Im Förderverein ist man verärgert über Siegmar, wie der „so blöd“ sein konnte, dem Markus Decker, ausgerechnet dem Markus Decker, ein Interview zu geben. Jetzt arbeiteten in und für die Gedenkstätte noch

  • Hubertus Knabe, der Direktor,
  • Helmuth Frauendorfer, sein Stellvertreter,
  • ein Förderverein um meinen Haftkameraden Jörg Kürschner

und jetzt geht das Hallali weiter:


2. Stufe:

Über den Förderverein um meinen Haftkameraden Jörg Kürschner wird  (auch von Markus Decker) zum Hallali geblasen, wegen AfD-Nähe und so.

Hubertus Knabe läßt auch den Jörg Kürschner, ja den ganzen Verein fallen und wird dafür vom Lederer sehr gelobt.

Jetzt arbeiteten in und für die Gedenkstätte noch

  • Hubertus Knabe, der Direktor,
  • Helmuth Frauendorfer, sein Stellvertreter.

3. Stufe:

Zu Helmuth Frauendorfer gibt es Beschwerden. Die Presse dazu macht wieder Markus Decker.

Knabe entläßt Frauendorfer und ist „entsetzt“.

Jetzt arbeitet in der Gedenkstätte noch

  • Hubertus Knabe, der Direktor.

4. Stufe:

Nun wird Hubertus Knabe entlassen.

Jetzt arbeitet in der Gedenkstätte noch

Klaus Lederer.


Heute vor einer Woche, am Montag, dem 26. November 2018 wollte Hubertus Knabe dann aufgrund einer Eilverfügung wieder in sein Amt. Allerdings, so schreibt der „Tagesspiegel“:

„Am Ende standen Knabe nur wenige vor der Gedenkstätte bei.“

Der Jörg Kürschner nicht und der Siegmar Faust nicht und ich auch nicht.

8 Gedanken zu „Zersetzung,

  1. Aber wer hat denn Dr. Knabe vorher unterstützt gegen die Zersetzungsmaßnahmen? Man hat sich spalten lassen. Daraus müssen wir unsere Lehren ziehen!

    Uwe Bastian

  2. Diese Zersetzung auf Raten hätte die Stasi nicht besser organisieren können. Man ist geneigt, an die Verschwörungstheorie zu glauben, dass es die Stasi immer noch gibt. Es ist zu vermuten, dass es sie nicht mehr gibt, aber ihre Methoden sind geblieben.

  3. Ja so ist das, wenn MAN vorm Feind einknickt – vorm Feind, nicht wahr, nicht vorm Gegner; der Gegner hat wenigstens noch Fairneß !
    Die Opfer sind die Aufrechten und die Aufrichtigen
    mfG
    Josef Kneifel

  4. Lieber Bodo,
    es stimmt fast alles, was Du gut zusammengefasst hast. Nur eine Kleinigkeit:
    Ich war nicht sauer, dass mich Dr. Knabe „vorübergehend“ aus dem Verkehr gezogen hatte, denn mir waren die Verdienste, die sich Hubertus mit seiner Tätigkeit dort erworben hatte, wichtiger als meine Referententätigkeit, die ich sehr gern ausgeführt habe. Denn ich wusste, dass es sein Verdienst war, gegen den Willen der meisten Historiker und Politiker dort so viele Zeitzeugen eingesetzt zu haben. Der Erfolg gab ihn recht. Aber dann führte er gar noch ein, dass Seminare gegen Linksextremismus angeboten wurden. Das musste dem rot-roten Senat natürlich zu weit gehen, also wurde ein lange geplante Intrige umgesetzt. Ich habe selber eine Petition gegen die Entlassung von Knabe mit unterschrieben. Markus Decker hatte ja auch schon Rainer Wagner „abgeschossen“, dann kam ich dran, dann Frauendorfer, Kürschner, Knabe… das hast Du alles richtig recherchiert. Dann wurde gar noch die grüne Birthler als Knabe-Vertretung eingesetzt, mit der Knabe schon lange zuvor gerichtlich im Streit lag. Die anonymen Mädchen, die als Praktikantinnen dort eingesetzt wurden, kamen zum Teil von Lederer – welch ein Wunder, was sie dort Schlimmes erleben mussten. Es ist alles gut eingefädelt worden – und dennoch durchschaubar. Arnold Vaatz (CDU) hat es jedenfalls gut zusammengefasst. Er ist auch der Einzige im Bundestag, der selber mal ein halbes Jahr im Knast gesessen hat. Wir haben also keine Lobby unter denen, die sich wie Roth und Co. anmaßen, uns zu regieren…gieren…

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