Hubertus Knabe und die Friedenspfarrerin vom Olof-Palme-Friedensmarsch

Pfarrerin Birgit Neumann-Becker von Bündnis90/GRÜNE, Landesbeauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur“ und Stiftungsrat

in der Gedenkstätte des ehemaligen Stasi-Gefängnisses in Berlin-Hohenschönhausen feiert morgen ein Fest. Mit Festkonzert.

Zuerst hat sie meinen Haftkameraden Siegmar Faust aus der Gedenkstätte gefeuert, dann den Leiter der Gedenkstätte, Hubertus Knabe selbst.

„Die (DDR-) Geschichte“, so hat der Ministerpräsident Sachsen-Anhalts, Rainer Haseloff aus der DDR-Block-CDU gesagt

(im Bild oben: Blockflöte Haseloff zu Besuch bei Hubertus Knabe in Hohenschönhausen),

„Die Geschichte (der DDR) müssen wir (Ossis) selbst schreiben, das kann kein Historiker aus Bielefeld.“

Im Landtag Sachsen-Anhalts hatten sie deshalb ein Gesetz gemacht.  Aufarbeitungsbeauftragte zur „Aufarbeitung des SED-Unrechts“ solle nur jemand werden, der bis zum 9. November 1989, bis zum Mauerfall im Arbeiter- und Bauernparadies, der DDR verweilt hat.

Ich bin dagegen und gegen die Ernennung von Frau Neumann-Becker mal bis vors Bundesverfassungsgericht gezogen. Mit eher mäßigem Erfolg, wie man sieht.

Geradezu widerlich waren mir einige meiner damaligen Unionsfreunde, die mir versicherten, wie schlimm es sei, dass die Norm nun ausgerechnet mich erwischt habe. Mich, der ich doch eigentlich ein „Ossi“ sei.

Eigentlich seien mit dem Gesetz doch die „RICHTIGEN WESSIS“ gemeint. Ich bin dann mal lieber aus dem Verein ausgetreten.

Mehr als ich erwarten konnte, war der Zuspruch Hubertus Knabes damals.

Ich solle mich nicht entmutigen lassen von solchen Normen.

Nein, ich war nie vertraut mit Hubertus Knabe und er nicht mit mir.

Als wir uns mal trafen und ich ihm für sein Schreiben dankte, versicherte er mir: Er wisse wirklich nicht, wie solche Normen zu „Wir Ossis“ zustande kämen. Er könne sich das wirklich nicht erklären.

Ich war schon damals überzeugt: Er könnte es wissen. Vielleicht wusste er es nur zu genau. Und dass Pastorin Neumann-Becker schließlich IHM gekündigt hat, hat er sehr wohl voraussehen können.

Ja, morgen gibt es ein Festkonzert.


Eine Festveranstaltung im Stasi-Gefängnis zu Hohenschönhausen am 7. Oktober 2018,

 

dem 69. Geburtstag der Deutschen Demokratischen Republik.

Die Eleven vom Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach spielen. Fachkundig angeleitet von ihrem Lehrmeister aus der Musikhochschule mit dem programmträchtigen Namen „Hanns Eisler“. Die zukünftigen Studenten der Musikhochschule Hanns Eisler werden schließlich aus den Schülern des Musikgymnasiums gewonnen.

Hanns Eisler, das ist Name und das ist Programm. Eisler hat anlässlich des morgigen Festkonzertes, …

… Eisler hat anlässlich  des 7. Oktober im Stasi-Gefängnis eine Hymne komponiert. Ein Geburtstagslied. Schon mal gehört ?

Das Lied geht so (Klicken Sie drauf, dann kommen die Töne):

 

 

 

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