Von Opposition und nachträglich erfundener Opposition

Sie können es nicht lassen.

Eine Gruppe „DDR-Oppositioneller“ hat mal wieder eine Erklärung erklärt. Eine


Gemeinsame Erklärung zu Chemnitz – „Chemnitz ist gleich nebenan“

Darin heißt es, gerichtet an die Staatsanwaltschaft:

„Handeln Sie, klagen Sie jene an, die morden und jene,

die solche und andere Straftaten zum Anlass nehmen für … verfassungsfeindliche Aktivitäten.


Tcha, ihr lieben „DDR-Oppositionellen“:

Opposition gegen die Politik der Regierung ist in der parlamentarischen Demokratie verfassungsgemäß. Im Parlament hat die Opposition da sogar besondere Rechte. Auch eine öffentliche Demonstration gegen die Regierung ist für Bürger des Staates – in Deutschland: Deutsche – in der Verfassung der Demokratie vorgesehen.

Nicht im Grundgesetz vorgesehen, das ist richtig, ist eine „Gegen-Demonstration“ von Möchtegern-Einwanderern, die dann die deutschen Staatsbürger als Nazis beschimpfen

und die deutschen Staatsbürger auffordern, ihr deutsches Heimatland zu verlassen. Das Demonstrationsrecht ist ein Bürgerrecht, ein Recht der deutschen Staatsbürger.

Eine staatsbürgerliche Opposition, das zeichnet eine Diktatur im Gegensatz dazu aus, ist allerdings in dieser für Staatsbürger „verfassungsfeindlich“.

Opposition zerstört ja die „verfassungsmäßigen Grundlagen der … Staats- und Gesellschaftsordnung“ der Diktatur.

Deshalb ist auch der Begriff „DDR-Opposition“ für Menschen, die tagsüber als Bereichsleiter in einer Behörde der DDR-Diktatur dienten und sich dann heimlich abends hinter den verdunkelten Fenstern eines Kirchenkellers trafen …

Deshalb ist der Begriff „Opposition“ für diese Leute nicht das richtige Wort. Es gab hinter dem Eisernen Vorhang keine Opposition.

Vaclav Havel hat das mal (und schon 1978) sehr gut beschrieben.

Es gab auch in der DDR keine Opposition. Hätte es in der DDR eine Opposition geben können, hätten Dissidenten sich öffentlich versammeln können, hätten sie nicht heimlich und in ständiger Sorge vor dem antifaschistischen  Nachrichtendienst …

… ( so genannten „Fachjournalisten“) ihre Treffen abhalten müssen, wäre dieser Staat ja eine Demokratie und keine Diktatur gewesen. Und nebenbei: Die DDR brach 1989 zusammen nicht infolge einer Opposition, sondern infolge des 40-jährigen Fehlens von Opposition. So fielen die verfaulten Balken einer „Wir – haben – immer – Recht“ – Regierung ein. Jedem Staat wird es so ergehen, wenn die Regierung glaubt, auf eine Opposition und ihr Wächteramt, die frische Luft im Gebälk, verzichten zu können.

Und dass es in der DDR 40 Jahre keine Opposition gab (wohl aber gab es Dissidenz und Widerstand) …

… Dass es in der DDR 40 Jahre keine Opposition gab, hatte ja seine zu fürchtenden Ursachen: Das politische Strafrecht der DDR zog seine Grenzen für das Reden, Schreiben und Versammeln. Wer diese Grenzen übertrat, wurde verhaftet und saß bei der Staatssicherheit ein (Und wer dort nie war, hatte sie nie übertreten).

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