Wem gehört das Gestern ?

Für sie, so hat die „Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur“, Frau Pastorin-Neumann-Becker gegenüber der Berliner Zeitung gesagt, …

… für sie sei diese Entscheidung im ehemaligen Stasi-Gefängnis Berlin Hohenschönhausen, „Herrn Faust vorerst keine Führungen mehr zu gestatten, nachvollziehbar.“

Frau Pastorin sitzt im Stiftungsrat der Gedenkstätte Hohenschönhausen.  Sie hatte das mitzuentscheiden. Und seine Entscheidung, so Hubertus Knabe, sei mit ihr und dem ganzen Stiftungsrat „abgestimmt“ . Mein Haftkamerad Siegmar Faust ist ja dringend der Nähe zur Alternative für Deutschland, AfD verdächtig. Schließlich ist Frau Pastorin (im Bild unten links) …

… schließlich ist Frau Pastorin ja von der politischen Konkurrenz, Mitglied bei BÜNDNIS90 / DIE GRÜNEN.

Allerdings, so die Aufarbeiterin dieser ganzen SED-Diktatur mit ihren Einheitswahlen,  „Allerdings muss und wird Herr Faust Gelegenheit bekommen, sich zu den Vorgängen noch einmal zu äußern.“ Warum wählt er, verdammt noch mal, AfD ? Und steht auch noch dazu ? Warum wählt er nicht BÜNDNIS90/GRÜNE ? Oder wenigstens irgendeine andere Partei aus dem antifaschistisch-demokratischen Block ?

Aber Siegmar hat die Gelegenheit eher nicht beim Schopf gegriffen. Wir leben in einem System allgemeiner, freier und geheimer Wahlen. Da kann man die Wahlschlepper von der Regierungspartei getrost ignorieren. Außerdem hat Siegmar Wichtigeres zu tun. Er ist grad beim Frisör. Auf Zypern übrigens, wo der 1944 in Heidenau geborene Sohn eines zyprischen Kriegsgefangenen grad ist. Im Land seines Vaters, dem Vaterland sozusagen. Wollen Sie mal sehen ?:

Und dann ist da noch diese besondere Seelenlage der ostdeutschen evangelischen Pastorinnen und Pastoren. Einst wurden wir, Siegmar und ich und 33.753 weitere politische Häftlinge der DDR …

… einst wurden wir durch die Vermittlung dieser Sonntagsprediger gefesselt und in Handschellen aus unserer Heimat verkauft, wie einst Josef von seinen Brüdern.

Heute bekommen die (verdientermaßen?) Angstschweiß, wenn sie einen von uns auch nur sehen.


Das Ganze geht dann so weit, dass sie, allen voran der GRÜNE Pastor Hans-Jochen Tschiche,  in meiner Heimat Sachsen-Anhalt ein Gesetz geschrieben hatten: Aufarbeitungsbeauftragte zur „Aufarbeitung des SED-Unrechts“ soll nur eine werden, die NICHT von den guten Menschen außer Landes verkauft wurde.

Ich bin dagegen mal bis vors Bundesverfassungsgericht gezogen. Mit eher mäßigem Erfolg, wie man sieht.


Hubertus Knabe sollte die Frontlinien eigentlich kennen und einmal, 2002 hatte er sie sogar benannt:

„Als ich Ende der 1970er Jahre, noch als Student, die ersten Kontakte zu kritischen Friedensgruppen in der DDR bekam,“

so führte er am 31. Mai 2002 in einem Impulsreferat zur Eröffnung des 6. Kongresses der Landesbeauftragten für die Staatssicherheit mit den Verfolgtenverbänden und Aufarbeitungsinitiativen im Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig aus …

HIER GEHT’S WEITER

 

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