Die Kirche(n) und das Freiheitsfest

Aus dem Buch Schemot ( שְׁמוֹת), = (hebr.)(Dies sind) die Namen“ = dem Buch Exodus (ξοδος) = (altgriech.) „Der Auszug“ = dem 2. Buch Mose

(Kapitel 5): „Darnach gingen Mose und Aaron hinein und sprachen zu Pharao: So sagt der HERR, der Gott Israels: Lasse mein Volk ziehen, dass mir’s ein Freiheits-Fest halte in der Wüste. … So lasse uns nun hinziehen drei Tagereisen in die Wüste und dem HERRN, unserm Gott, feiern.

Da sprach der König in Ägypten …

(Kapitel 10, Vers 8 ff.): Gehet hin und dienet dem HERRN, eurem Gott. Welche sind es aber, die hinziehen sollen?

Mose sprach: Wir wollen hinziehen mit jung und alt, mit Söhnen und Töchtern, mit Schafen und Rindern; denn wir haben ein Freiheits-Fest des HERRN.

(Der Pharao) sprach zu ihnen: O ja, der HERR sei mit euch! Sollte ich euch und eure Kinder dazu ziehen lassen? … Nicht also, sondern ihr Männer ziehet hin und dienet dem HERRN; denn das habt ihr auch gesucht. Und man stieß sie heraus von Pharao.“



Tcha …

… in der DDR gab es unter den Hirten der Kirche keine Moses-Gestalten.

Als der Pharao ihnen anbot, sie könnten doch allein, ohne das Volk und gewissermaßen als Reisekader ihr ganz privates Freiheitsfest feiern, willigten sie willig ein.


Reisekader Heino Falcke, evangelischer Propst zu Erfurt predigte z.B. 1985:

„Die geschlossene und schwerbewachte Grenze ist in der Tat einer der wundesten Punkte unseres Staates. … Wir können sie nur als ein Faktum hinnehmen. Dafür, dass wir das tun sollten, gibt es allerdings politische Gründe, die vor allem mit der Erhaltung des Friedens in Mitteleuropa zu tun haben. …

Der Apostel Paulus spricht von der Befreiung aus traditionellen Ordnungen … Trotz dieser Emanzipation in Christus empfiehlt er …Sklaven, … in den untergeordneten Verhältnissen zu bleiben (1. Korinther 7,20 f; Römer 13, 1 ff; Galater 5,13 f).“

Heino Falckes VOLLSTÄNDIGE PREDIGT GIBT ES HIER …


Erstaunlich, wo die guten Hirten vor 1989 überall im Westen waren. Die Hirten beiderlei Konfession. Gerhard Feige z.B. der katholische Bischof zu Magdeburg, …

… Gerhard Feige z.B. machte sich bereits 1988 und bis 1989 an die Päpstliche Universität Gregoriana nach Rom auf. Er bastelte dort an seinem Buch über die Lehre Markells von Ankyra (Ankara). Er heißt seit jenen Tagen Doktor Feige.

Sie wissen nicht, wer dieser Markell von Ankara war ? Ich auch nicht.

Doktor Feige glaubt dafür gut Bescheid zu wissen über die DDR des Sommers 1989, als die große Fluchtwelle dort losbrach und die Stasi dies zu verhindern hatte. Mehr als 3.600 DDR-Bürger wurden damals dank der wachsamen Augen schon bei der versuchten Überfahrt nach Ungarn bzw. später nach Böhmen unter dem Vorwurf der „Versuchten Republikflucht“, § 213 StGB DDR in Untersuchungshaft genommen. Nie in den 27 1/2 Jahren zuvor gab es so viele unter dem Vorwurf der „versuchten Republikflucht“ Inhaftierte wie 1989. Ja, Doktor Feige ist überzeugt davon, dass deren Zellenunterbringung nichts mit politischer Verfolgung zu tun gehabt habe.

„Nach heutigen Kriterien wäre die DDR 1989 zweifellos als ein sicheres Herkunftsland eingestuft worden“, betonte Doktor Feige noch 2015.