1982 – Zonenstich

Zu meinem Entsetzen und entgegen aller Illusionen wurde ich 1982 aus der Justizvollzugsanstalt in Brandenburg nicht gen Westen, sondern nach Weißenfels an der Saale (DDR) entlassen. In Anlehnung an das Skatspiel, bei dem wir uns mit selbstgebastelten Spielkarten auf den Zellen die Zeit vertrieben, …

… in Anlehnung an das Skatspiel, in dem man ja möglichst viele „Stiche“ einzusammeln hat, in Anlehnung daran, nannten wir dies „den ZONENSTICH machen“. Ein „Zonenstich“ ist schwärzer als der „Schwarze Peter“.

Meine Schwester lief damals in der 4×100 m – Staffel der DDR-Olympiaauswahl der Damen.

Deshalb wollte die DDR-Staatsmacht mich nicht gehen lassen. Gesine hat sich dazu später mal im Spiegel geäußert.

Ich lebte also ab 1982 in Weißenfels, mein Personalausweis war eingezogen. Der Ersatzausweis sah so aus:

Wohnen konnte ich außerhalb von Weißenfels nicht mehr. Ich hab’s einmal versucht ….


Die Aktenübersicht steht hier ….