177 StGB DDR

Diebstahl persönlichen oder privaten Eigentums.

Seit Erlass der Strafgesetzbuches DDR lautete die Norm:

(1) Wer Sachen wegnimmt, die persönliches oder privates Eigentum sind, um sie sich oder anderen rechtswidrig zuzueignen, oder wer  solche ihm übergebene oder auf andere Weise in seinen Besitz gelangte Sachen sich oder anderen rechtswidrig zueignet, wird wegen Diebstahls zum Nachteil persönlichen oder privaten Eigentums zur Verantwortung gezogen.

(2) Der Versuch ist strafbar.


Diebstahl war in der DDR auch als Familiendiebstahl und im Gegensatz zum heutigen § 247 StGB KEIN „Antragsdelikt“.

Das heißt: Wenn Sohni seiner Mutti eine blauen Schein

aus der Brieftasche entwendete, wurde dies von der DDR-Staatsanwaltschaft verfolgt, auch wenn Mutti das gar nicht wollte oder ausdrücklich NICHT wollte.