142 StGB DDR

Seit Erlass des Strafgesetzbuches der Deutschen Demokratischen Republik -StGB- vom 12. Januar 1968  (zur Fundstelle geht es HIER WEITER) lautete die Norm:

142. Verletzung von Erziehungspflichten.

(1) Wer die elterliche oder eine andere Rechtspflicht, für die körperliche, geistige oder sittliche Entwicklung eines Kindes oder Jugendlichen zu sorgen, missachtet, indem er

1. das Kind oder den Jugendlichen fortwährend vernachlässigt und dadurch vorsätzlich oder fahrlässig in der Entwicklung schädigt oder gefährdet;

2. das Kind oder den Jugendlichen misshandelt;

3. durch schwere Verletzung dieser Pflichten die Begehung mit Strafe bedrohter Handlungen durch das Kind oder den Jugendlichen begünstigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Verurteilung auf Bewährung bestraft.

(2) Wer durch die Tat fahrlässig eine schwere Schädigung des Kindes oder Jugendlichen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu fünf Jahren, und wer durch sie den Tod des Opfers fahrlässig verursacht, mit Freiheitsstrafe von zwei bis zu zehn Jahren bestraft.


Die Norm galt bis zum Beitritt der DDR zur Bundesrepublik am 3. Oktober 1990.



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