§ 105 StGB DDR, „Staatsfeindlicher Menschenhandel“

Seit Gesetz vom 7. April 1977 und bis zum 18. Mai 1990 lautete die Norm (zur Fundstelle geht es HIER WEITER):

(1) Wer es

1. mit dem Ziel, die Deutsche Demokratische Republik zu schädigen;

2. in Zusammenhang mit Organisationen, Einrichtungen, Gruppen oder Personen, die einen Kampf gegen die Deutsche Demokratische Republik führen, oder, mit Wirtschaftsunternehmen oder deren Vertretern unternimmt, Bürger der Deutschen Demokratischen Republik in außerhalb ihres Staatsgebietes liegende Gebiete oder Staaten abzuwerben, zu verschleppen, auszuschleusen oder deren Rückkehr zu verhindern, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren bestraft.

(2) In besonderen schweren Fällen kann auf lebenslängliche Freiheitsstrafe erkannt werden.


Das heutige Strafrechtliche Rehabilitierungsgesetz vermutet mit § 1 Absatz 1 Nr. 1 von Gesetzes wegen in der Anwendung der Norm eine politische Verfolgung,

Es vermutet also, dass es sich mit § 105 StGB DDR um politisches Strafrecht der DDR handelt.